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Schamanismus, Räuchern, Ethnobotanik

Räucherwerk: Übersicht

Hier möchte ich mal eine kleine Übersicht an Räucherstoffen geben, die per Stoven oder Räucherkohle normalerweise so verräuchert werden;

Für die Bilder habe ich paar wenige Stoffe ausgewählt, die ich momentan daheim habe; meine ‘Sammlung’ sieht dabei so aus:

 


Kräuterregal

Harze

Harze sind meist sehr intensiv (Weihrauch beispielsweise ist ein Harz).
Es ergeben sich jedoch auch Nachteile:
- vor allem beim Räuchern mit Stoven und Siebchen lässt sich letzteres danach schwierig wieder reinigen.
- manche Harze sind sehr klebrig und können so ganz schön hartnäckig an den Fingern bleiben.

Diese Nachteile bringen Kräuter und Hölzer zwar nicht, denoch lohnen sich Harze sehr. Allein schon ihr Anblick und das Verarbeiten im Stößl macht das wieder wett :)

Hier ein paar Harze, genauer werde ich sie in Extra-Artikeln beschreiben:


Drachenblut


Elemi


Opapanax

Hölzer

Hölzer eigenen sich dafür, richtig ‘quantitativ’ zu räuchern; das heißt, die ‘Rauchausbeute’ ist beim Entzünden eiens Holzes einfach viel größer. Das ist auch notwendig, wenn man damit – wie z.B. bei Palo Santo – großzügig gegen schwere Energien räuchern will.


Palo Santo – Heiliges Holz

Kleingehäckselt ergibt sich dieser Vorteil natürlich nicht mehr, aber man kann Hölzer so auch ‘normal’ verräuchern.


Sandelholz rot

Ein wichtiges Holz, von dem ich leider momentan nichts dahabe (deswegen kein Foto) ist das Adlerholz. Es ist das teuerste Räucherholz und ein wahres Erlebnis.

Kräuter

Unter dem Überbegriff Kräuter möchte ich alle restlichen Räucherstoffe zusammenfassen. Das sind Kräuter und Gewürze (wobei wir davon ausgehen, dass es keine Pflanzen oder Bäume gibt, die als Unkraut oder ähnliches bezeichnet werden können).

Kräuter werden in folgenden Verarbeitungsformen verräuchert:

Kraut
Als Kraut bezeichnet man die Blätter, Stängel, Blüten etc. als Mix.


Mistelkraut


Patchoulikraut

Blätter
Die (mehr oder weniger) reinen Blätter, manchmal auch Blütenblätter.


Myrteblätter


Rosenblütenblätter

Wurzel
Bei manchen Pflanzen schätzt man eher die unter der Erde liegenden Teile:


Alantwurzel


Baldrianwurzel

Blüten
Blüten riechen ja schon dann sehr intensiv, wenn sie nicht verräuchert werden; so ist die Vorstellung Blüten zu verräuchern ja nicht weit hergeholt. Trotzdem gibt es weniger Blüten in der einschlägigen Räucherliteratur, als angenommen. Ich denke aber, hier kann man sich durchaus absetzen und mal experimentieren – kleine Blüten, die man als Ganzes verräuchern kann gibt es – vor allem im Gewürzbereich – ja genug.


Lavendelblüten

Saat und Früchte
Saat enthält oft einen großen Anteil ätherischer Öle und ist deswegen zum Verräuchern sehr begehrt. Der Unterschied zwischen Saat und Früchte kann natürlich je nach Definition unterschiedlich ausfallen; hier kann man noch differenzieren zwischen Samen, Früchten und Beeren.


Fenchelsamen


Tonkabohne


Sternanis


Wacholderbeeren

Seltener liest man noch von den genaueren Formen
Knospen (z.B. Nelken, Chinesischer Zimt),
Flechten (Bei Moosen),
Zweigspitzen oder Zweige (z.B. Lebensbaum),
Resinoid (Eine Art Harz aus den Wurzeln),
Fruchtschale (z.B. Kakaoschale),
Halme (ähnliche Verarbeitung wie bei Blättern, z.B. Mariengras),
Blütenstaub (z.B. Hopfen),
Nadeln (z.B. Tannennadeln, Kiefernadeln)
sowie im Bereich der Hölzer:
Kernholz (z.B. Zedernholz) und
Rinde (z.B. Zimtrinde).


Lebensbaumzweige

So, ich hoffe der kleine Überblick hat euch gefallen. Fragen und Anregungen sowie Verbesserungen (;) bitte in die Kommentare.
Die ganzen Räucherstoffe werden in Zukunft von mir einzeln vorgestellt.

Solltet ihr euch für einen ganz bestimmten Stoff im Portrait interessieren, schreibt mir einfach ;)

5 Reaktionen zu “Räucherwerk: Übersicht”

  1. nex

    verdammt, eigentlich bin ich ja kein fan von dem ganzen duftzeug, egal ob kerzen oder räucherkram noch brise raumerfrischer, denn irgendwie riecht das alles immer nich so dolle für meine nase.
    gute duftquellen gehen für mich eher in die richtung pizza im ofen, oder würstchen auf dem outdoor lagerfeuer.
    aber ich muss schon sagen, diese artikel machen echt lust drauf da mal mehr von auszuprobieren, und vielleicht gelingt es mir ja dann auch meine duftkerzengeschädigten Riechknospen auf den guten Geschmack zu bringen ;)

  2. EinsNull

    Das klingt gut, vielleicht geht es ja anderen Leute auch so, das wäre schön :)
    ‘Pizza im Ofen’ und ‘Würstchen auf dem Grill’ – das ist gar nicht mal so doof; 1. werden ja oft auch Gewürze mit verbrannt und 2. macht in der Aromatherapie einen großen Teil der Wirkung die ‘Erinnerung’ aus, die mit einem Duft verknüpft ist. Dazu wird es hier hoffentlich bald mal einen Betrag geben ;)

  3. julchen

    eine leckere Mischung für Räuchern ist übrigens:
    Patchouli, Elemi und Olibanum.
    Das hat was von Weihrauch, aber irgendwie doch besser, weil weniger penetrant und auch vielseitiger.

    Erzähl doch mal, was für Mischungen du so bisher ausprobiert hast.

  4. julchen

    nicht so lecker: Pfefferminzteebeutelinhalt *bäääääh*, das stinkt wie die Pest!!!!

  5. EinsNull

    hehe, Teebeutel hab ich noch nicht probiert, denke aber grundsätzlich sollte das schon gehn, kommt vermutlich auch auf die Herstellerfirma an… Pfefferminze kann man natürlich auch so verräuchern, hab ich aber noch nicht gemacht…

    Was die Mischungen angeht: bisher haben mich Mischungen immer weniger überzeugt als pur; ich habe z.B. eine Mischung aus Drachblut, Lavendel, Elemi und Palo Santo, die ich auflege, wenn ich etwas herbes schnuppern will… Außerdem wirkt die Energetisierend…
    Deine Mischung klingt interessant – Olibanum ist der sog. ‘medizinische Weihrauch’; er wird gern bei Krankheit und vor allem Entzündungen und Magen-Darm-Beschwerden verräuchert. Patouli und Elemi klingen auf den ersten Blick entgegengesetzt, aber meist entsteht dabei ja etwas völlig neues.
    Schön, dass du rumexperimentierst :)

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